Boysinger – Web

Stimmen, die die Welt begeistern

Er ist einfach ein einzigartiger Chor, dieser Tölzer Knabenchor

Wenn man sich mit dem Tölzer Knabenchor beschäftigt, dann stellt man fest, dass dieser trotz seines jungen Alters ein Flair rüber bringt, welches begeistert. Und nicht nur das: Man stellt ihn schon bei der ersten Begegnung auf eine Stufe mit solch altehrwürdigen Institutionen wie den Regensburger Domspatzen, dem Thomanerchor Leipzig, den Wiener Sängerknaben und dem Dresdner Kreuzchor. Und vielleicht noch mehr: man weiß tatsächlich nicht, wo bei diesem Chor das Exklusive im speziellen ist, wenn wirklich alles Exklusiv ist. Das fängt schon damit an, dass er vier verschiedene Gesichter hat, ohne die er aber nicht der Chor wäre, der er ist. – Kompliziert? Ich erklär’s mal:

Der Tölzer Knabenchor wurde 1956 vom damals erst 19-jährigen Abiturienten Gerhard Schmidt-Gaden in Bad Tölz gegründet. Bereits im gleichen Jahr wurde er zu Rundfunkkonzerten eingeladen. 1957 folgte die erste Konzertreise nach Südtirol und Trient, 1960 eine Reise nach Luxemburg, Frankreich, England und Belgien. Schon alleine das Alter des Gründers und die irrsinnige Geschwindigkeit, mit der Konzerte und erste Reisen stattfanden, macht schwindelig vor Ehrfurcht. Und schaut man sich dann an, was die Wikipedia über diese ewig junge Boygroup schreibt, dann ist man vollends hin.

Gegründet wurde er im klassischen Stil mit der Klassik und auch mit geistig-religiöser Musik. Bekannt aber wurde der Chor mit Volksmusik. Und wäre das Fernsehen nicht gewesen, hätten die Nordlichter noch heute Fiete und seine Shantys zum Besten gegeben. So aber waren diese zwei Gesichter des Chores, Volksmusik und TV-Unterhaltung, der Ursprung, dass Friesen und Bayern plötzlich Nachbarn wurden … Musik verbindet eben. Und das erst recht, wenn sie von so einem einzigartigen Knabenchor präsentiert wird:

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Bild: Urheber und © Michael Schilhansl / Tölzer Knabenchor

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Und schon sind wir beim ersten und zweiten Gesicht des Tölzer Knabenchores, der Unterhaltung und der Volksmusik. Das dritte und vierte Gesicht, die Klassik und das geistlich-religiöse Lied, wird in einem Nachfolgeartikel behandelt.

Meine erste Langspielplatte vom Tölzer Knabenchor, die ich mir in den 1970er Jahren kaufte, war eine damals noch von der BASF produzierte volkstümliche Aufnahme, die mich deshalb so voll faszinierte, weil ich in Wien Volkslieder im klassischem Gewand kennen gelernt und gesungen hatte. Hier aber präsentierten die Buben aus Bayern Lieder im Schlagersound und das noch in krachledernen Jodlerhosen. – Und das klang denn so, damals und auch heute noch:

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Der Gesamtchor besteht aus rund 200 Knaben, die in vier Einzelchören ausgebildet werden. Chor I, mit den besten und erfahrensten Sängerknaben, ist der Konzertchor. Chor II tritt ebenfalls in gelegentlichen öffentlichen Konzerten auf. In ihm werden die Knaben auf die Konzertreife und auf Chor I vorbereitet. Die Eignungsprüfungen beginnen in der ersten Klasse bei vielen Schulen im Münchner Umland. Dem Chor ist kein Internatsbetrieb angeschlossen. Die Kinder werden in Chor- und Solostunden individuell gefördert und so ihre Begeisterung und Leidenschaft für die Musik geweckt. Insgesamt betreuen neben Gerhard Schmidt-Gaden (seit 2009 Chordirektor) und Ralf Ludewig (seit 2009 künstlerischer Leiter und Geschäftsführer) noch sieben Chorleiter und Gesangspädagogen die Kinder.

Das Ausbildungsprinzip im Chor sieht vor, dass jedes einzelne Kind in der Lage ist, solistisch zu singen. So ist der Chor beispielsweise in der Lage, Oratorien von Bach in einer kleinen Besetzung zur Aufführung zu bringen. (Wikipedia)

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Mit seinen volkstümlichen Liedern ist der Tölzer Knabenchor auch bei zahlreichen Musiksendungen im Fernsehen zu Gast.

Der Chor wirkte auch bei der offiziellen Eröffnungszeremonie zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland am 9. Juni 2006 in der Allianz Arena in München unter der Regie von Christian Stückl mit.

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Das war’s fürs erste. Damit sich jeder auf den Folgebeitrag über diesen einmaligen Knabenchor freuen kann, hier als Vorgeschmack die „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauß:

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Und zum Abschluß noch zur weiteren Information die Adresse der Homepage → http://www.toelzerknabenchor.de/. Der zweite Teil des Artikels über die klassische Seite des Tölzer Knabenchores folgt in Kürze.

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5 Kommentare

  1. Antonio di Begasso

    Fantastischer Chor, ich liebe ihn und habe schon oft auf Konzerte gewesen. Immer etwas besonderes. Ich mich freuen auf Klassik mit Tölzer Knabenchor.

  2. Lasse

    Hast du noch naehere Informationen dazu ?

  3. Heiner Hägele

    Den Chor zu hören ist ein einzigartiges Erlebnis!

Trackbacks

  1. Der Tölzer Knabenchor – Klassik mit Klasse « Boysinger – Web

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